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Wie unser Denken, Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflusst werden
Entscheidungen begleiten uns jeden Tag – auch in der Ausbildung. Manche sind schnell getroffen, andere führen zu langem Grübeln: Welche Aufgabe erledige ich zuerst? Soll ich nachfragen oder selbst weitermachen? Welche Möglichkeit ist die beste? Und was passiert, wenn ich mich falsch entscheide?
Viele Auszubildende erleben Entscheidungen als belastend, besonders wenn mehrere Optionen zur Auswahl stehen, Informationen fehlen oder mögliche Folgen schwer einzuschätzen sind. Dann wird eine Entscheidung aufgeschoben, an andere abgegeben oder so lange analysiert, bis der richtige Zeitpunkt verpasst ist.
In diesem praxisnahen Workshop zu Entscheidungen für Auszubildende und dual Studierende lernen die Teilnehmenden, wie unser Denken und unsere Entscheidungen beeinflusst werden. Sie erkennen typische Denkfehler und gezielte Beeinflussungsversuche, entwickeln klare Entscheidungskriterien und probieren einfache Methoden aus, mit denen sie auch unter Unsicherheit oder Zeitdruck handlungsfähig bleiben.
Dabei geht es nicht darum, immer die perfekte Entscheidung zu treffen. Ziel ist es, Informationen angemessen zu prüfen, Verantwortung zu übernehmen und nachvollziehbare Entscheidungen zu treffen – im Ausbildungsalltag und darüber hinaus.
INHALTE
- Das eigene Entscheidungsverhalten erkennen und reflektieren
- Warum Entscheidungen schwerfallen: Auswahl, Unsicherheit und Angst vor Fehlern
- Entscheidungen unter Stress, Zeitdruck und mentaler Erschöpfung
- Intuitives und bewusstes Denken
- Typische Denkfehler und mentale Abkürzungen
- Der Einfluss von Emotionen, Gewohnheiten und Gruppendruck
- Wie Werbung, Preise, Formulierungen und soziale Medien Entscheidungen beeinflussen
- Ankereffekt, Framing, künstliche Verknappung und Social Proof
- Dark Patterns und gezielte Beeinflussung erkennen
- Entscheidungen strukturieren und klarer vorbereiten
- Verantwortung übernehmen und Entscheidungen vertreten
- Mit Fehlentscheidungen konstruktiv umgehen
- KI als Entscheidungshilfe: Chancen, Grenzen und Verantwortung
- Praxisübungen, Experimente und Fallbeispiele
Was hat das Unternehmen davon?
Nachvollziehbare Entscheidungen fördern Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein
Auszubildende müssen im Verlauf ihrer Ausbildung zunehmend selbst entscheiden: Aufgaben priorisieren, Vorgehensweisen auswählen, Informationen bewerten und erkennen, wann eine Rückfrage notwendig ist.
Der Workshop unterstützt sie dabei, Entscheidungen nicht vorschnell, aber auch nicht unnötig zögerlich zu treffen. Sie lernen, mögliche Folgen einzuschätzen, relevante Informationen einzubeziehen und ihre Entscheidung nachvollziehbar zu begründen.
Dadurch können sie Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig wird deutlicher, welche Entscheidungen sie selbst treffen dürfen und wann eine Abstimmung mit Ausbilder:innen, Ausbildungsbeauftragten oder Vorgesetzten erforderlich ist.
Was macht diesen Workshop besonders?
Denkfehler und Entscheidungsfallen werden unmittelbar erlebbar
Menschen treffen Entscheidungen nicht so rational, wie sie häufig glauben. Gewohnheiten, Gefühle, Formulierungen, die Reihenfolge von Informationen und das Verhalten anderer beeinflussen unsere Wahrnehmung.
Im Workshop erleben die Teilnehmenden durch kurze Experimente und Fallbeispiele, wie leicht sich Entscheidungen lenken lassen. Typische Denkfehler werden dadurch nicht nur theoretisch erklärt, sondern direkt sichtbar.
Anschließend übertragen die Auszubildenden die Erkenntnisse auf Situationen aus ihrem eigenen Alltag. Sie entwickeln einfache Methoden, mit denen sie Entscheidungen strukturieren können, ohne jeden Vorgang unnötig kompliziert zu machen.
Was schätzen Azubis an diesem Workshop?
Überraschende Experimente machen das eigene Denken sichtbar
Viele Teilnehmende erleben im Workshop echte Aha-Momente. Sie stellen fest, dass ihre Entscheidung nicht nur von den Fakten abhängt, sondern auch davon, wie eine Frage gestellt oder welche Möglichkeit zuerst genannt wurde.
Die Übungen wirken häufig spielerisch, führen aber zu einer ernsthaften Erkenntnis: Niemand ist vollständig frei von Denkfehlern und Beeinflussung.
Das nimmt einerseits den Druck, immer sofort die perfekte Entscheidung treffen zu müssen. Andererseits stärkt es die Bereitschaft, kurz innezuhalten, Kriterien zu prüfen und Verantwortung für die eigene Wahl zu übernehmen.
Zielgruppe
Auszubildende und dual Studierende, die Entscheidungen sicherer treffen, besser begründen und Verantwortung für die eigene Wahl übernehmen möchten
Veranstaltungsort
Im Unternehmen oder einem Tagungs- bzw. Schulungszentrum
Durchführung
Tagesworkshop mit circa 8 Unterrichtseinheiten, beispielsweise von 9.00 bis 16.00 Uhr einschließlich Pausen. Die ideale maximale Gruppengröße liegt bei circa 12 Teilnehmenden.
Der Workshop wird als Inhouse-Training für Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum angeboten.
Konditionen
1.500,00 EUR je Workshoptag (zzgl. MwSt. und etwaiger Anreise- und Übernachtungskosten).
Im Preis enthalten sind die Durchführung des jeweiligen Workshops sowie die Teilnehmerunterlagen. Die Bereitstellung der Schulungsräume, Medientechnik, Verpflegung etc. erfolgt durch den Auftraggeber.
Hintergründe, Studien und Praxiswissen
Wenn schon die Speisekarte zur Entscheidungshürde wird
Unter dem Begriff „Speisekartenangst“ wurde eine britische Befragung bekannt, nach der sich viele junge Erwachsene beim Bestellen im Restaurant unter Druck gesetzt fühlen. Gründe sind unter anderem zu viele Auswahlmöglichkeiten, Zeitdruck und die Sorge, sich falsch zu entscheiden.
Das ist keine medizinische Diagnose. Als Beispiel zeigt es aber gut, wie alltägliche Entscheidungen belastend werden können, wenn Unsicherheit und viele Optionen zusammenkommen.
Warum die Angst vor Fehlern Entscheidungen blockiert
Viele Entscheidungen werden nicht aufgeschoben, weil Informationen fehlen, sondern weil die vermeintlich perfekte Lösung gesucht wird.
Auch Auszubildende fragen sich häufig:
- Darf ich das selbst entscheiden?
- Was passiert, wenn es falsch ist?
- Sollte ich lieber noch einmal nachfragen?
Deshalb brauchen sie klare Entscheidungsräume und die Sicherheit, dass eine nachvollziehbare Fehlentscheidung nicht automatisch als Versagen gilt.
Wie Werbung und Dark Patterns Entscheidungen beeinflussen
Onlineshops, Apps und soziale Medien gestalten Entscheidungen oft gezielt. Künstliche Verknappung, Countdown-Anzeigen, Social Proof oder voreingestellte Häkchen sollen Menschen zu einer schnellen Handlung bewegen.
Die OECD warnt vor solchen sogenannten Dark Patterns. Im Workshop lernen die Auszubildenden deshalb nicht nur, eigene Entscheidungen zu strukturieren, sondern auch gezielte Beeinflussungsversuche zu erkennen.
Quellen:
OECD – Six ‘dark patterns’ used to manipulate you when shopping online
OECD – Dark Commercial Patterns
Prezzo-Verbraucherbefragung: Menu Anxiety, 2023
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