ICH FÜR MICH -
Selbstfürsorge und Wohlbefinden (nicht nur) am Arbeitsplatz
Ausbildung, Berufsschule und private Verpflichtungen: Der Alltag vieler Auszubildender ist voll, schnell und fordernd. Umso wichtiger ist es, eigene Bedürfnisse und Warnsignale wahrzunehmen, bewusst für Erholung zu sorgen und verantwortungsvoll mit den eigenen körperlichen und mentalen Ressourcen umzugehen.
In diesem praxisnahen Workshop zu Selbstfürsorge, Stressbewältigung und Wohlbefinden für Auszubildende und dual Studierende geht es darum, die persönliche Balance zu stärken. Die Teilnehmenden betrachten, was sie im Alltag belastet, was ihnen Energie entzieht – und was ihnen guttut, sie stabilisiert und langfristig stärkt.
Themen wie Stress, Erholung, Schlaf, Bewegung, Ernährung, Positivität, Achtsamkeit, Dankbarkeit und Selbstmitgefühl werden praxisnah aufgegriffen und mit konkreten Impulsen für den Ausbildungsalltag verbunden.
Ziel ist es, Selbstfürsorge nicht nur als gute Idee zu verstehen, sondern mit kleinen und realistischen Schritten tatsächlich in den Alltag zu übertragen. Dabei geht es weder um Selbstoptimierung noch um einen perfekten Lebensstil.
Der Workshop setzt präventiv an. Er ist keine Therapie und ersetzt bei anhaltenden oder schweren psychischen oder körperlichen Beschwerden keine professionelle medizinische oder psychologische Unterstützung.
INHALTE
- Selbstfürsorge im Alltag: eigene Bedürfnisse und Warnsignale wahrnehmen
- Stress besser verstehen und Belastungen frühzeitig erkennen
- Erholung und Entlastung: bewusst auftanken statt nur abschalten
- Gesunder Schlaf: Regeneration, Schlafrhythmus und hilfreiche Routinen
- Bewegung als Grundlage für Energie, Gesundheit und Wohlbefinden
- Ernährung, Blutzucker und stabile Energie im Alltag
- Digitale Gewohnheiten und ständige Erreichbarkeit reflektieren
- Achtsamkeit und Entspannung praktisch erfahren
- Positivität und Dankbarkeit: den eigenen Blick bewusster lenken
- Mitgefühl und Selbstmitgefühl: konstruktiver mit sich selbst umgehen
- Positive Beziehungen und soziale Unterstützung
- Eigene Grenzen und Unterstützungsbedarf frühzeitig erkennen
- Praktische Übungen, Selbstreflexion und persönlicher Transfer
Was hat das Unternehmen davon?
Selbstfürsorge stärkt den verantwortungsvollen Umgang mit Belastungen
Die Auszubildenden lernen, Belastungen und eigene Warnsignale früher wahrzunehmen und bewusster mit ihren körperlichen und mentalen Ressourcen umzugehen.
Sie entwickeln konkrete Möglichkeiten, Stress auszugleichen, Energie zurückzugewinnen und Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen. Dadurch können Schwierigkeiten früher erkannt und angesprochen werden, bevor Überforderung über längere Zeit ignoriert wird.
Der Workshop entbindet Unternehmen nicht von ihrer Fürsorgepflicht. Er unterstützt die Auszubildenden jedoch dabei, ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig Unterstützung zu suchen.
Was macht diesen Workshop besonders?
Selbstfürsorge wird umfassend und alltagstauglich betrachtet
Der Workshop versteht Selbstfürsorge nicht nur als Entspannung oder Wellness. Er verbindet Stress, Erholung, Schlaf, Bewegung, Ernährung, Achtsamkeit, Positivität, soziale Beziehungen und Selbstmitgefühl zu einem umfassenden Blick auf das persönliche Wohlbefinden.
Dabei fließen aktuelle Erkenntnisse und Impulse aus der Schlaf-, Bewegungs-, Ernährungs- und Verhaltensforschung ein – unter anderem von Peter Attia, Jason Fung und Kristin Neff.
Entscheidend ist nicht die Theorie, sondern die Frage, was sich davon sinnvoll und realistisch in den Alltag junger Menschen übertragen lässt. Es gibt keine pauschalen Regeln und keinen vorgegebenen perfekten Lebensstil.
Was schätzen Azubis an diesem Workshop?
Neue Zusammenhänge führen zu realistischen Veränderungen
Die Auszubildenden entdecken Zusammenhänge, über die sie bisher möglicherweise kaum nachgedacht haben – etwa zwischen Schlaf, Bewegung, Ernährung, Stress, Stimmung und Leistungsfähigkeit.
Selbsttests, Übungen und konkrete Alltagssituationen helfen ihnen, sich selbst besser einzuschätzen. Niemand muss dabei persönliche Erfahrungen offenlegen oder einen fertigen Lebensstil übernehmen.
Die Teilnehmenden entscheiden selbst, welche kleinen Veränderungen zu ihnen passen und was sie nach dem Workshop ausprobieren möchten. Dadurch entstehen keine langen Listen guter Vorsätze, sondern konkrete und realistische nächste Schritte.
Zielgruppe
Auszubildende und dual Studierende
Veranstaltungsort
Im Unternehmen oder einem Tagungs- / Schulungszentrum
Durchführung
Tagesworkshop ca. 8 UE (bspw. 9.00 – 16.00 Uhr inkl. Pausen). Maximale Teilnehmerzahl idealerweise bei ca. 12 Personen. Die Workshops bieten wir für Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum an.
Konditionen
1.500,00 EUR je Workshoptag (zzgl. MwSt. und etwaiger Anreise- und Übernachtungskosten).
Im Preis enthalten sind die Durchführung des jeweiligen Workshops sowie die Teilnehmerunterlagen. Die Bereitstellung der Schulungsräume, Medientechnik, Verpflegung etc. erfolgt durch den Auftraggeber.
Hintergründe, Studien und Praxiswissen
Viele Jugendliche sind erschöpft und schlafen schlecht
Der DAK-Präventionsradar 2025 zeigt einen deutlichen Handlungsbedarf: 65 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler berichteten über häufige Erschöpfung. 42 Prozent gaben an, regelmäßig unter Ein- oder Durchschlafproblemen zu leiden. Befragt wurden mehr als 26.500 Kinder und Jugendliche.
Diese Zahlen bedeuten nicht, dass alle jungen Menschen psychisch oder körperlich erkrankt sind. Sie zeigen aber, wie wichtig es ist, Warnsignale früh wahrzunehmen und Erholung nicht erst dann ernst zu nehmen, wenn die Leistungsfähigkeit bereits deutlich nachlässt.
Gesundheitskompetenz ist nicht selbstverständlich
Nur 16 Prozent der Befragten wiesen im DAK-Präventionsradar eine hohe motivationale Gesundheitskompetenz auf. Die übrigen 84 Prozent verfügten lediglich über eine niedrige oder moderate Ausprägung. Jugendliche mit höherer Gesundheitskompetenz berichteten zugleich seltener über Erschöpfung, Schlafprobleme und vermindertes Wohlbefinden.
Selbstfürsorge sollte deshalb nicht einfach vorausgesetzt werden. Junge Menschen müssen Zusammenhänge zwischen Schlaf, Stress, Bewegung, Ernährung, Mediennutzung und Wohlbefinden zunächst verstehen und auf ihren eigenen Alltag übertragen.
Bewegung und digitale Pausen sind keine Nebensache
Nach der deutschen HBSC-Studie erreichten lediglich 10,8 Prozent der Mädchen und 20,9 Prozent der Jungen im Alter von 11 bis 15 Jahren die tägliche Bewegungsempfehlung. Regelmäßige Bewegung unterstützt nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch Wohlbefinden, Schlaf und Konzentration.
Gleichzeitig verbringen Jugendliche laut JIM-Studie 2025 durchschnittlich knapp vier Stunden täglich am Smartphone. Rund 30 Prozent berichten, morgens häufig müde zu sein, weil sie das Handy abends zu spät weglegen.
Selbstfürsorge bedeutet deshalb nicht, das Smartphone zu verbieten oder täglich ein perfektes Sportprogramm zu absolvieren. Entscheidend sind kleine, realistische Veränderungen, die tatsächlich zum eigenen Alltag passen.
Quellen
DAK-Gesundheit: Präventionsradar 2025 – Gesundheitskompetenz, Erschöpfung und Schlafprobleme
Robert Koch-Institut: Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – HBSC-Studie 2022
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: JIM-Studie 2025 – Smartphone-Nutzung und Müdigkeit bei Jugendlichen
Passende Ausbildungsimpulse
- Was Azubis um den Schlaf bringt
Warum Schlafprobleme nicht nur mit Smartphone-Nutzung zusammenhängen und welche Rolle Sorgen, Stress und ungeklärte Belastungen spielen. - Klare Regeln bei Smartphone-Inkontinenz
Warum ein bewusster Umgang mit dem Smartphone Konzentration, Schlaf und Erholung unterstützen kann – und weshalb klare betriebliche Regeln dabei helfen.
