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Organisation & Selbstmanagement
Termine, Berufsschule, Aufgaben im Betrieb, Prüfungen und private Verpflichtungen: Für viele Auszubildende ist es eine Herausforderung, im Alltag den Überblick zu behalten. Wenn Prioritäten fehlen, Aufgaben aufgeschoben werden oder ständig Ablenkungen dazwischenkommen, entstehen schnell Zeitdruck und Stress.
In diesem praxisnahen Workshop zu Organisation und Selbstmanagement für Azubis lernen die Teilnehmenden, ihren Ausbildungsalltag besser zu strukturieren, Prioritäten zu setzen und Aufgaben selbstständiger zu planen. Sie entdecken einfache Methoden für Zeitmanagement und Konzentration, entwickeln Strategien gegen Aufschieberitis und lernen, digitale Hilfsmittel sinnvoll einzusetzen.
Ziel ist es, mehr Übersicht, Verlässlichkeit und Eigenverantwortung zu gewinnen – ohne den Alltag mit komplizierten Planungssystemen zusätzlich zu belasten.
INHALTE
- Tages- und Wochenplanung mit der ALPEN-Methode
- Aufgaben priorisieren und realistische Zeitpläne erstellen
- Aufschieberitis erkennen und wirksame Gegenstrategien entwickeln
- Konzentration steigern und Ablenkungen reduzieren
- Digitale Tools und einfache Methoden für einen strukturierten Ausbildungsalltag
- Stressfaktoren erkennen und rechtzeitig gegensteuern
- Motivation stärken und Verantwortung für eigene Aufgaben übernehmen
- Eigene Ziele entwickeln und konsequent verfolgen
- Achtsamkeit und Entspannung als Ausgleich im Berufsalltag
- Gruppenarbeiten und praktische Übungen
Was hat das Unternehmen davon?
Selbstständige Organisation entlastet Ausbilder und verbessert die Zusammenarbeit
Auszubildende, die ihre Aufgaben besser planen, Prioritäten setzen und Termine im Blick behalten, können zunehmend selbstständig arbeiten. Sie erkennen eher, was dringend ist, bereiten Aufgaben verlässlicher vor und fragen gezielter nach, wenn etwas unklar ist.
Das erleichtert die Zusammenarbeit mit Ausbilder:innen, Ausbildungsbeauftragten und Kolleg:innen. Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden, Verantwortung für ihre Aufgaben, Lernphasen und Absprachen zu übernehmen. Dadurch entstehen weniger Missverständnisse, unnötige Rückfragen und vermeidbarer Zeitdruck.
Was macht diesen Workshop besonders?
Zeitmanagement wird direkt auf den Ausbildungsalltag übertragen
Viele Methoden zum Zeitmanagement klingen zunächst sinnvoll, sind aber für Auszubildende oft zu theoretisch oder unnötig kompliziert. Deshalb werden die Werkzeuge im Workshop unmittelbar auf typische Situationen aus Betrieb, Berufsschule und Prüfungsvorbereitung übertragen.
Die Teilnehmenden prüfen, welche Methoden wirklich zu ihrem Alltag passen. Sie entwickeln einfache Strategien für ihre Tages- und Wochenplanung, den Umgang mit Ablenkungen, das Setzen von Prioritäten und den Einstieg in unangenehme Aufgaben.
Dabei geht es nicht darum, jede Minute zu verplanen. Ziel ist eine Organisation, die Orientierung gibt, aber trotzdem flexibel bleibt.
Was schätzen Azubis an diesem Workshop?
Einfache Methoden sorgen schnell für mehr Übersicht und weniger Stress
Die Auszubildenden beschäftigen sich mit Situationen, die sie aus ihrem eigenen Alltag kennen: zu viele Aufgaben gleichzeitig, vergessene Termine, Ablenkung durch das Smartphone, fehlende Motivation oder Lernen auf den letzten Drücker.
Statt allgemeiner Ratschläge erhalten sie konkrete Werkzeuge, die sie direkt ausprobieren und anschließend im Ausbildungsalltag einsetzen können. Der Austausch mit anderen Teilnehmenden zeigt außerdem, dass viele organisatorische Schwierigkeiten keine persönlichen Einzelfälle sind.
So entstehen praktische Lösungen, erste Erfolgserlebnisse und die Motivation, einzelne Gewohnheiten Schritt für Schritt zu verändern.
Zielgruppe
Auszubildende und dual Studierende
Veranstaltungsort
Im Unternehmen oder einem Tagungs- / Schulungszentrum
Durchführung
Tagesworkshop ca. 8 UE (bspw. 9.00 – 16.00 Uhr inkl. Pausen). Maximale Teilnehmerzahl idealerweise bei ca. 12 Personen. Die Workshops bieten wir für Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum an.
Konditionen
1.500,00 EUR je Workshoptag (zzgl. MwSt. und etwaiger Anreise- und Übernachtungskosten).
Im Preis enthalten sind die Durchführung des jeweiligen Workshops sowie die Teilnehmerunterlagen. Die Bereitstellung der Schulungsräume, Medientechnik, Verpflegung etc. erfolgt durch den Auftraggeber.
Hintergründe, Studien und Praxiswissen
Was Corona über fehlende Selbstorganisation sichtbar gemacht hat
Während der Corona-Pandemie habe ich selbst erlebt, wie schwer vielen Studierenden das Lernen unter weniger klaren Strukturen fiel. Plötzlich mussten sie Vorlesungen, Aufgaben, Lernzeiten und Prüfungsvorbereitung weitgehend selbst organisieren. Einige kamen damit gut zurecht, andere verloren den Überblick oder begannen zu spät mit der Vorbereitung.
Diese Erfahrung lässt sich nicht unmittelbar auf alle Auszubildenden übertragen. Im Ausbildungsalltag zeigt sich jedoch ein ähnliches Muster: Solange Aufgaben nacheinander gestellt und eng begleitet werden, funktioniert vieles gut. Schwieriger wird es, sobald mehrere Aufträge gleichzeitig anstehen, Berufsschulaufgaben hinzukommen und unterschiedliche Termine oder Prioritäten beachtet werden müssen.
Dabei ist nicht automatisch mangelnder Wille das Problem. Vielen jungen Menschen fehlen schlicht erprobte Methoden, um Aufgaben zu sammeln, Wichtiges von Dringendem zu unterscheiden und realistisch einzuschätzen, wie viel Zeit sie benötigen.
Selbstorganisation sollte deshalb nicht einfach vorausgesetzt werden. Sie ist eine Kompetenz, die erklärt, praktisch erprobt und Schritt für Schritt weiterentwickelt werden kann.
Warum Selbstorganisation zur Ausbildungsreife gehört
Selbstorganisation ist keine zusätzliche Fähigkeit für besonders ehrgeizige Auszubildende, sondern eine wichtige Voraussetzung für den Einstieg in das Berufsleben.
Die Bundesagentur für Arbeit nennt Selbstorganisation und Selbstständigkeit ausdrücklich als Merkmale der Ausbildungsreife. Jugendliche sollen ihren Lebensalltag selbstständig strukturieren, übertragene Aufgaben eigenständig erledigen und sich notwendige Informationen und Hilfsmittel beschaffen können.
Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Fähigkeiten zu Beginn der Ausbildung bereits vollständig entwickelt sein müssen. Im Unternehmen treffen junge Menschen häufig erstmals auf mehrere parallele Aufgaben, wechselnde Ansprechpartner und Situationen, in denen sie selbst entscheiden sollen:
- Welche Aufgabe hat Vorrang?
- Wie viel Zeit benötige ich?
- Wann muss ich nachfragen?
- Welche Termine und Absprachen muss ich im Blick behalten?
- Wie verbinde ich Betrieb, Berufsschule und Prüfungsvorbereitung?
Unternehmen sollten Selbstorganisation daher nicht nur erwarten, sondern auch anleiten. Auszubildende wiederum brauchen einfache Werkzeuge, mit denen sie zunehmend mehr Verantwortung für ihre Aufgaben übernehmen können.
Warum fehlende Struktur nicht alle Jugendlichen gleichermaßen trifft
Eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft zu den Folgen der Corona-Pandemie zeigt, dass Probleme beim selbstständigen Lernen mit niedrigeren Kompetenzen zusammenhingen – zumindest im Bereich Mathematik.
Genannt werden unter anderem fehlender Zugang zu digitalen Geräten, Schwierigkeiten, einen ruhigen Arbeitsplatz zu finden, und mangelnde Unterstützung bei den Schulaufgaben.
Die Studie macht deutlich, dass selbstständiges Lernen nicht allein eine Frage von Motivation oder Disziplin ist. Auch bisherige Lernerfahrungen, das soziale Umfeld und die vorhandene Unterstützung spielen eine Rolle.
Für Ausbildungsbetriebe bedeutet das: Neue Auszubildende bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. Manche strukturieren mehrere Aufgaben bereits sicher, andere benötigen zunächst klare Prioritäten, verständliche Arbeitsaufträge und regelmäßige Rückmeldungen.
Das Ziel sollte nicht sein, den Auszubildenden dauerhaft jede Entscheidung abzunehmen. Vielmehr geht es darum, ihnen Methoden zu vermitteln, mit denen sie Aufgaben zunehmend selbst planen, Prioritäten setzen und rechtzeitig Unterstützung einholen können.
Quellen:
Bundesagentur für Arbeit: Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife
Institut der deutschen Wirtschaft: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schulbildung, 2024
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