SELBSTBEWUSST AUFTRETEN –
Die Kunst des Selbstvertrauens
Sicher auftreten, die eigene Meinung vertreten und auch in ungewohnten Situationen ruhig bleiben: Das fällt vielen Auszubildenden nicht leicht. Gerade gegenüber Vorgesetzten, Kunden oder erfahrenen Kolleginnen und Kollegen entstehen schnell Unsicherheiten.
Manche sprechen sehr leise, vermeiden Blickkontakt oder nehmen sich stark zurück. Andere überspielen ihre Nervosität durch besonders lockeres oder betont selbstsicheres Verhalten. Beides kann anders wirken, als es eigentlich gemeint ist.
In diesem praxisnahen Workshop zu selbstbewusstem Auftreten für Auszubildende und dual Studierende lernen die Teilnehmenden, ihre Wirkung bewusster wahrzunehmen und gezielt zu verbessern. Sie trainieren Körpersprache, Stimme, Blickkontakt und klare Formulierungen und erleben, wie bereits kleine Veränderungen den eigenen Auftritt deutlich stärken können.
Dabei geht es nicht darum, besonders laut, dominant oder künstlich selbstsicher aufzutreten. Ziel ist ein authentisches und angemessenes Verhalten, das zur eigenen Persönlichkeit und zur jeweiligen beruflichen Situation passt.
INHALTE
- Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit unterscheiden
- Eigene Stärken erkennen und bewusster einsetzen
- Die Wirkung von Haltung, Gestik, Mimik und Blickkontakt
- Sicher stehen, gehen und einen Raum betreten
- Stimme, Lautstärke, Tempo und Betonung gezielt nutzen
- Klar und verständlich sprechen
- Nervosität und Unsicherheit besser bewältigen
- Eigene Anliegen und Meinungen angemessen vertreten
- Sicher gegenüber Vorgesetzten, Kolleg:innen und Kunden auftreten
- Mit kritischen Rückfragen und ungewohnten Situationen umgehen
- Authentisch wirken, ohne sich zu verstellen
- Praktische Übungen, Rollenspiele und persönliches Feedback
Was hat das Unternehmen davon?
Sicheres Auftreten erleichtert Kommunikation und Zusammenarbeit
Auszubildende, die klar sprechen, aufmerksam zuhören und ihre Anliegen angemessen formulieren können, finden sich leichter im Unternehmensalltag zurecht.
Sie stellen eher notwendige Rückfragen, vertreten eigene Arbeitsergebnisse verständlicher und treten gegenüber Kolleg:innen, Vorgesetzten und Kunden verlässlicher auf. Dadurch können Missverständnisse reduziert und die Zusammenarbeit erleichtert werden.
Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden, ihre Wirkung realistischer einzuschätzen. Selbstbewusstes Auftreten bedeutet dabei nicht, immer Recht haben oder sich in den Vordergrund stellen zu müssen. Es verbindet Klarheit mit Respekt und Aufmerksamkeit für das Gegenüber.
Was macht diesen Workshop besonders?
Körpersprache, Stimme und Wirkung werden unmittelbar erlebbar
Selbstbewusstes Auftreten lässt sich nicht allein durch theoretische Erklärungen entwickeln. Deshalb stehen praktische Übungen im Mittelpunkt.
Die Teilnehmenden erleben, wie sich Haltung, Blickkontakt, Bewegung, Stimme, Sprechtempo und Pausen auf ihre Wirkung auswirken. Sie können unterschiedliche Verhaltensweisen ausprobieren und erhalten eine direkte, wertschätzende Rückmeldung.
Dabei geht es nicht um ein einheitliches Idealbild. Ein eher ruhiger Mensch muss nicht plötzlich besonders laut oder extrovertiert auftreten. Entscheidend ist, die eigenen Stärken zu nutzen und in wichtigen Situationen klarer und präsenter zu werden.
Was schätzen Azubis an diesem Workshop?
Kleine Veränderungen sorgen schnell für sichtbare Fortschritte
Viele Auszubildende erleben bereits während des Workshops, dass kleine Veränderungen einen deutlichen Unterschied machen: etwas langsamer sprechen, den Blick länger halten, bewusster stehen oder einen Satz klarer beginnen.
Durch Übungen und Wiederholungen können sie ihre Wirkung direkt vergleichen. Das schafft Erfolgserlebnisse und nimmt den Druck, von Anfang an perfekt auftreten zu müssen.
Die Teilnehmenden erhalten konkrete Rückmeldungen, ohne bloßgestellt zu werden. So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem sie Neues ausprobieren und Schritt für Schritt mehr Sicherheit entwickeln können.
Zielgruppe
Auszubildende und dual Studierende, die sicherer auftreten, klarer kommunizieren und ihre persönliche Wirkung verbessern möchten
Veranstaltungsort
Im Unternehmen oder einem Tagungs- bzw. Schulungszentrum
Durchführung
Tagesworkshop mit circa 8 Unterrichtseinheiten, beispielsweise von 9.00 bis 16.00 Uhr einschließlich Pausen. Die ideale maximale Gruppengröße liegt bei circa 12 Teilnehmenden.
Der Workshop wird als Inhouse-Training für Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum angeboten.
Konditionen
1.500,00 EUR je Workshoptag (zzgl. MwSt. und etwaiger Anreise- und Übernachtungskosten).
Im Preis enthalten sind die Durchführung des jeweiligen Workshops sowie die Teilnehmerunterlagen. Die Bereitstellung der Schulungsräume, Medientechnik, Verpflegung etc. erfolgt durch den Auftraggeber.
Hintergründe, Studien und Praxiswissen
Warum Unsicherheit oft anders wirkt, als sie gemeint ist
Neue Auszubildende möchten häufig einen guten Eindruck machen. Gerade deshalb verhalten sie sich in ungewohnten Situationen manchmal besonders vorsichtig: Sie sprechen leise, halten sich zurück, vermeiden längeren Blickkontakt oder warten ab, bis sie ausdrücklich angesprochen werden.
Beim Gegenüber kann dieses Verhalten jedoch anders ankommen. Zurückhaltung wird möglicherweise als Desinteresse interpretiert, leises Sprechen als mangelnde Überzeugung und fehlender Blickkontakt als Unsicherheit oder geringe Aufmerksamkeit.
Studien zur Wahrnehmung von Sprechenden zeigen, dass Beobachter Vertrauen und Sicherheit unter anderem anhand von Blickverhalten, Gesichtsausdruck und Körperbewegungen einschätzen. Dabei muss die Fremdwahrnehmung nicht mit dem tatsächlichen inneren Erleben übereinstimmen.
Im Workshop geht es deshalb nicht darum, Unsicherheit zu verstecken. Die Teilnehmenden lernen vielmehr, wie ihre Körpersprache und Stimme auf andere wirken und wie sie ihre eigentliche Haltung klarer sichtbar machen können.
Körpersprache und Stimme wirken – aber nicht nach der 7-38-55-Formel
Immer wieder ist zu hören, Kommunikation bestehe nur zu sieben Prozent aus Worten, zu 38 Prozent aus der Stimme und zu 55 Prozent aus Körpersprache. Diese bekannte Formel wird jedoch meist falsch übertragen.
Die ursprünglichen Untersuchungen von Albert Mehrabian beschäftigten sich mit einzelnen Wörtern und der Vermittlung von Gefühlen beziehungsweise Einstellungen – insbesondere dann, wenn Worte, Stimme und Gesichtsausdruck nicht zusammenpassten. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht allgemein auf jedes Gespräch, eine Präsentation oder einen fachlichen Inhalt übertragen.
Trotzdem bleibt die praktische Erkenntnis wichtig: Menschen achten nicht nur darauf, was jemand sagt, sondern auch darauf, wie es gesagt wird. Stimme, Sprechtempo, Pausen, Gesichtsausdruck, Haltung und Blickkontakt beeinflussen, ob eine Aussage sicher, glaubwürdig oder widersprüchlich wirkt.
Ein fachlich richtiger Satz kann an Wirkung verlieren, wenn er kaum hörbar, sehr hastig oder mit abgewandtem Blick ausgesprochen wird. Umgekehrt ersetzt ein selbstbewusster Auftritt aber keinen nachvollziehbaren Inhalt.
Entscheidend ist das Zusammenspiel: Worte, Stimme und Körpersprache sollten zueinander passen.
Selbstbewusstes Auftreten bedeutet nicht, besonders laut zu sein
Selbstbewusstsein wird manchmal mit Lautstärke, Dominanz oder besonders viel Redezeit verwechselt. Im beruflichen Alltag kann ein solches Verhalten jedoch schnell überheblich oder wenig aufmerksam wirken.
Sicheres Auftreten zeigt sich vielmehr darin,
- verständlich und mit angemessener Lautstärke zu sprechen,
- die eigene Meinung sachlich zu vertreten,
- bei Unklarheiten nachzufragen,
- Kritik anzunehmen, ohne sofort in Rechtfertigungen zu geraten,
- und auch andere Sichtweisen ausreden zu lassen.
Gerade zurückhaltende Auszubildende verfügen häufig über gute Ideen und fachliche Beobachtungen, bringen diese aber nicht ein. Andere treten zunächst sehr locker auf, ohne die Wirkung auf ihr Gegenüber ausreichend einzuschätzen.
Ziel des Workshops ist deshalb kein einheitlicher Auftritt. Die Teilnehmenden sollen einen Stil entwickeln, der zur eigenen Persönlichkeit passt und zugleich in der jeweiligen beruflichen Situation angemessen wirkt.
Warum sich Sicherheit durch Übung entwickeln lässt
Selbstvertrauen entsteht nicht nur durch gutes Zureden. Es wächst vor allem durch die Erfahrung, eine schwierige Situation bewältigen zu können.
Untersuchungen zum öffentlichen Sprechen zeigen einen Zusammenhang zwischen geringer Selbstwirksamkeit und stärkerer Sprechangst. Trainings, in denen Teilnehmende Situationen praktisch erproben, ihre Körperwahrnehmung verbessern und wiederholt Rückmeldung erhalten, können Sicherheit und Umgang mit Nervosität unterstützen.
Im Workshop erleben die Auszubildenden unmittelbar, was kleine Veränderungen bewirken:
- etwas langsamer sprechen,
- einen Satz bewusst beginnen,
- Pausen aushalten,
- sicherer stehen,
- den Blickkontakt länger halten,
- oder die Stimme am Satzende nicht absinken lassen.
Die erste Übung muss noch nicht perfekt gelingen. Entscheidend ist, dass die Teilnehmenden erneut ausprobieren, eine konkrete Rückmeldung erhalten und den Unterschied selbst wahrnehmen.
So entsteht kein künstliches Selbstbewusstsein, sondern schrittweise mehr Handlungssicherheit.
Quellen:
Mori et al.: The Look of (Un)confidence: Visual Markers for Inferring Speaker Confidence, 2019.
Burgoon et al.: Nonverbal Behaviors “Speak” Relational Messages of Dominance, Trust and Composure, 2021.
Albert Mehrabian: Silent Messages und Originalpublikationen zur nonverbalen Kommunikation.
García-Monge et al.: Embodied Strategies for Public Speaking Anxiety, 2023.
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- Auch Streiten will gelernt sein!
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