Ausbildungsimpuls #23
Macht Azubis zu Filmemachern.
Wer etwas verständlich erklären kann, hat es in der Regel auch selbst verstanden. Genau dieser Gedanke steckt hinter der Feynman-Methode. Warum also Lernstoff nicht einmal als kleinen Filmdreh aufbereiten?
Ich habe es in Unternehmen schon erlebt, dass Azubis kurze Erklärvideos zu Arbeitsabläufen, Maschinen, Produkten oder Sicherheitsthemen erstellen. Dabei werden sie zu Regisseuren, Drehbuchautoren und Erklärenden in einer Person.
Sie müssen überlegen:
- Was ist wirklich wichtig?
- Wie erklären wir es verständlich?
- Welche Reihenfolge ergibt Sinn?
- Welche Bilder oder Beispiele helfen?
Und genau dabei beginnt der eigentliche Lerneffekt. Spätestens beim Drehen merken die Azubis, ob sie ein Thema wirklich verstanden haben oder ob noch Lücken bestehen.
Das Video hat aber noch einen zweiten Nutzen: Es bleibt im Unternehmen. Neue Azubis können es sich später anschauen und sich dadurch Wissen erschließen. So profitieren gleich beide Seiten. Die einen lernen, indem sie erklären. Die anderen lernen, indem sie sich die Erklärung ansehen.
Das Video muss kein Hochglanzfilm werden. Ein Smartphone reicht völlig aus. Entscheidend sind die fachliche Richtigkeit und eine verständliche Aufbereitung.
Deshalb mein Impuls: Lasst Azubis Lerninhalte als kurze Erklärvideos oder kleine Dokus aufbereiten. So wird aus Lernen ein kreatives Projekt. Und gleichzeitig entsteht Wissen, das auch künftigen Azubis weiterhilft.
Welche Themen könnten eure Azubis einmal verfilmen?
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Themen wie diese greifen wir auch in unseren Ausbilderlehrgängen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und in unseren Workshops für Ausbildungsbeauftragte auf.
Weitere Fragen und Hintergründe finden Sie in der Ausbildungspraxis.
