Holger Weber
– Bereit für die Zukunft!

Ausbildungsimpuls #26

„Ich habe am Tag höchstens zwei Stunden etwas zu tun.“

Diesen Satz habe ich von Azubis schon häufiger gehört. Sie kommen morgens in die Abteilung, erledigen ein paar Aufgaben – und dann passiert lange nichts mehr. Es fehlt an Arbeit, an geeigneten Lernaufträgen oder schlicht an jemandem, der sich zuständig fühlt. Für die Azubis ist das auf Dauer ziemlich frustrierend.

Und irgendwann passiert das, was dann schnell für zusätzlichen Ärger sorgt: Das Smartphone kommt raus. Nicht unbedingt, weil der Azubi grundsätzlich keine Lust hat, sondern weil er schlicht nichts Sinnvolles zu tun hat.

Natürlich kann es immer einmal ruhigere Phasen geben. Problematisch wird es, wenn daraus ein Dauerzustand wird. Denn ein Abteilungsdurchlauf ist nicht dafür da, einen Azubi für drei oder vier Monate irgendwo „unterzubringen“. Dort sollen Ausbildungsinhalte vermittelt, Aufgaben übertragen und Entwicklung ermöglicht werden.

Deshalb mein Impuls: Schaut als Ausbildungsverantwortliche regelmäßig hin, wie die Ausbildung in den einzelnen Abteilungen tatsächlich läuft.

  • Hat der Azubi genug sinnvolle Aufgaben?
  • Wer kümmert sich um ihn?
  • Werden die vorgesehenen Inhalte vermittelt?
  • Oder sitzt er einen großen Teil des Tages nur seine Zeit ab?

Wenn es dauerhaft nicht funktioniert, sollte lieber frühzeitig der Abteilungsdurchlauf, die Aufgabenverteilung oder auch die betreuende Person angepasst werden. Denn permanente Langeweile ist nicht nur verschenkte Ausbildungszeit. Sie kann irgendwann auch dazu führen, dass ein Azubi grundsätzlich an seiner Ausbildung zweifelt.

Wie stellt ihr sicher, dass eure Azubis in den Abteilungen auch wirklich etwas lernen und zu tun haben?

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Themen wie diese greifen wir auch in unseren Ausbilderlehrgängen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und in unseren Workshops für Ausbildungsbeauftragte auf.
Weitere Fragen und Hintergründe finden Sie in der Ausbildungspraxis.

 
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