Ausbildungsimpuls #18
Begabtenförderung gleich zu Ausbildungsbeginn ansprechen.
Im letzten Impuls ging es um Prämien für Selbstverständlichkeiten. Heute drehen wir den Blick einmal um.
Denn es gibt durchaus Anreize, die sinnvoll sein können. Nicht für Dinge, die ohnehin zur Ausbildung gehören. Sondern für echte Leistung, Entwicklung und Dranbleiben.
Ein Beispiel ist die Begabtenförderung. Viele Azubis kennen diese Möglichkeit gar nicht. Das erlebe ich in Workshops immer wieder. Wenn ich das Weiterbildungsstipendium anspreche, schauen mich manche erst einmal fragend an.
Dabei kann es sich richtig lohnen. Wer seine Ausbildung besonders gut abschließt, kann unter bestimmten Voraussetzungen über das Weiterbildungsstipendium mehrere tausend Euro Förderung für Weiterbildungen erhalten. Aktuell sind es bis zu 9.135 Euro innerhalb von maximal drei Jahren. Das ist kein Kleingeld.
Und genau deshalb sollte man darüber nicht erst kurz vor der Abschlussprüfung sprechen. Dann ist es für manche Azubis gedanklich schon zu spät. Die Abschlussprüfung Teil 1 ist gelaufen. Lücken haben sich aufgebaut. Und der Gedanke „Das schaffe ich sowieso nicht mehr“ ist schnell da.
Deshalb mein Impuls: Sprecht die Begabtenförderung frühzeitig an. Am besten gleich zu Beginn der Ausbildung. Nicht als Druckmittel. Sondern als Perspektive. „Wenn du dranbleibst, kann dir ein sehr guter Abschluss später echte Türen öffnen.“
Das kann motivieren, den Stoff ernst zu nehmen, sich vorzubereiten und auch bei Durststrecken nicht innerlich auszusteigen.
Kennen eure Azubis die Begabtenförderung schon?
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Themen wie diese greifen wir auch in unseren Ausbilderlehrgängen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und in unseren Workshops für Ausbildungsbeauftragte auf.
Weitere Fragen und Hintergründe finden Sie in der Ausbildungspraxis.
