Holger Weber
– Bereit für die Zukunft!

Ausbildungsimpuls #41

Vitamin B allein reicht nicht

Demotivierter Azubi der über Beziehungen die Stelle bekommen hat

Persönliche Empfehlungen können bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen hilfreich sein. Jemand kennt jemanden, ein Mitarbeiter empfiehlt den Sohn einer Bekannten oder ein langjähriger Kontakt bringt einen Jugendlichen ins Gespräch. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Schwierig wird es dann, wenn aus einer Empfehlung fast automatisch eine Zusage wird.

Ich habe Azubis erlebt, die auf ihre Ausbildung überhaupt keine Lust hatten und das schon während des Onboardings deutlich gezeigt haben. In anderen Fällen haben die schulischen Voraussetzungen schlicht nicht zu den Anforderungen des Ausbildungsberufs gepasst.

Am Ende ist damit niemandem geholfen. Nicht dem Azubi, der sich durch eine Ausbildung quält, die gar nicht zu ihm passt. Nicht den Ausbildern, die ständig gegen fehlende Motivation oder Überforderung anarbeiten. Und auch nicht dem Unternehmen.

Deshalb mein Impuls: Behandelt persönliche Empfehlungen genauso sorgfältig wie jede andere Bewerbung. Ein guter Kontakt kann die Tür öffnen. Ob jemand wirklich durch diese Tür gehen sollte, muss aber trotzdem von Interesse, Motivation und den nötigen Voraussetzungen abhängen. Denn eine Gefälligkeit bei der Einstellung kann später für alle Beteiligten ziemlich anstrengend werden.

Wie geht ihr mit persönlichen Empfehlungen bei Ausbildungsbewerbern um?

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Passende Angebote und weitere Inhalte

Themen wie diese greifen wir auch in unseren Ausbilderlehrgängen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und in unseren Workshops für Ausbildungsbeauftragte auf.
Weitere Fragen und Hintergründe finden Sie in der Ausbildungspraxis.

 
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